In
den Fünfziger Jahren erfolgt ein erster Aufschwung, der sich nach der Geschäftsübernahme
durch Karl Koepf jun. im Jahre 1956 ständig fortsetzt. Er erneuert und erweitert
systematisch die Produktions-, Überwachungs- und Abfüll-Anlagen. So werden die
alten Holzfässer durch moderne Lagertanks ersetzt, hunderte von Natureisschränke
gegen moderne Kühlschränke und Kühlbüfetts ausgetauscht.

In diesen Jahren verlagert sich der Schwerpunkt von Faßbier auf Flaschenbier.
Bereits Ende der Sechziger Jahre erreicht die »Koepf Brauerei zum Ochsen«
den modernsten Stand der Produktions technik bei erstklassiger Qualität ihrer
Produkte.
Bei Koepf ist man stolz auf diese Leistung. Nach außen wird dies mit der
neuen Firmierung »Koepf Brauerei KG« und durch ein neues Erscheinungsbild
dokumentiert. Optisch wird damit nachvollzogen, was beim Produkt schon erreicht
ist: eine hohe Qualitätsstufe. Insbesondere das gehobene Niveau der Biersorte
Pils bringt Koepf in den Siebziger Jahren beträchtliche Zuwachsraten.
1975 erhält die Brauerei bei der DLG-Qualitätsprüfung als einzige Brauerei
Baden-Württembergs 2 goldene Medaillen.
1978 stirbt Karl Koepf im Alter von 61 Jahren. Er hinterläßt seiner Tochter
Ursula ein klares Unternehmenskonzept, das vom Markt her bestimmt ist und eine
nahtlose Weiterführung der Brauerei ermöglicht. Der Handel mit alkoholfreien
Getränken wird vorangetrieben. Es wird weiter investiert: Faß- und Flaschenwaschmaschinen
wie auch ein elektronischer Flaschen-Inspektionsautomat verbessern und sichern
die Hygiene bei dem ständig steigenden Bierausstoß, der auch die Anschaffung
einer neuen Etikettiermaschine mit einer Stundenleistung von 18000 Stück erfordert
hat.
Mitte
der Fünfziger Jahre wird auf den Weihern im Tautbach (Koepf'sche Eisweiher)
das letzte Eis gebrochen.