Die Landschaft um Aalen zählt zu den schönsten Schwabens. Die Stadt
selbst ist in eine weite Talaue eingebettet, durch die der Kocher fließt.
Hier kreuzen sich wichtige Verkehrswege, die den Mittleren Neckar und
das Remstal mit dem fruchtbaren Ries und dem Frankenland verbinden.
Die Lage der Stadt und die Menschen in diesem Raum machen aus Aalen
früh eine Stätte der Gastlichkeit. Noch im 17. Jahrhundert brauen viele
Gastwirte der freien Reichsstadt Aalen ihr Bier selbst.
1680 - 32 Jahre nach dem 30jährigen Krieg wird das Gasthaus zum Ochsen
erstmals urkundlich als Braustätte erwähnt. Es ist die Keimzelle der
Privatbrauerei Koepf im Herzen Aalens.
Die Brauereigaststätte ist heute ein bekannter Treffpunkt für Feinschmecker
und ein Ort schwäbischer Gemütlichkeit.Ein Stück Aalener Geschichte
ist hier gegenwärtig, wie der traditionelle Stammtisch »Omnibus«, der
im Roten Ochsen seit Generationen zum Verweilen einlädt. Offiziell wird
Hans Melchior Beringer als erster »Bierprauer und Würth zum roten Ochsen«
genannt.
Seine Ur-Urenkelin Helena Barbara Böhringer wird im Jahre 1822 die Ehefrau
von Johann Jakob Köpf, dem Urenkel des Bierbrauers Johann Leonhard Köpf.
Dieser hatte 1737 die »Wirtschaft und Brauerei zum Rad« in der Aalener
Hirschstraße übernommen. Durch diese Heirat wird Johann Jakob Köpf Ochsenwirt.
Die Brauerei ist seither ununterbrochen im Besitz der Familie Koepf.
Bis
zur Jahrhundertwende bringen Pferdefuhrwerke das Bier von der Braustätte
hinter dem Aalener Rathaus zum Einlagern in die über zwei Jahrhunderte
alten Felsenkeller im Kellerberg.
Mit
Mut und Weitsicht stellt der Ochsenwirtsohn Karl Christian Koepf die Weichen
für die Existenz der Brauerei im 20.Jahrhundert: Er erbaut 1899 am Kellerberg
eine neue Betriebsstätte. Seitdem wird hier das Koepf-Bier gebraut. Areal
und Gebäude sind so angelegt, daß sie allen Anforderungen der Brau- und
Produktionstechnik bis in unsere Zeit genügen.
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